Im Moment sitze ich mit einer komplett gelähmten rechten Gesichtshälfte vor dem PC und schreibe diesen Artikel. Schreiben ist derzeit so mit die einzige Variante mich auszudrücken, Sprechen ist derzeit so gut wie unmöglich, denn die nette kleine Medikation von Anästhetikum in Form einer kleinen Spritze beim Zahnarzt hat mich heute leider Kommunikationsunfähig gemacht.
Alles fing am Sonntagmorgen mit höllischen Zahnschmerzen an, die ich zum Glück mit Schmerztabletten noch bis heute morgen unterdrücken konnte, um dann meinen gehassten Weg zum Zahnarzt anzutreten, der glücklicherweise in meinem Haus ansässig ist.
Was sein muss, muss sein, denn die Zahnschmerzen sind schlimmer als der Gedanke an den bösen Bohrer des Zahnarztes, welcher gleich mit vollem Programm eine Diagnose vollzogen hat. "Einmal Foto bitte", sagte er zur netten Schwester, und eh ich mich versah durfte ich mich von Röntgenstrahlung durchlöchern lassen.
Aber es war wohl besser so, denn damit kamen noch einige andere Dinge zum Vorschein, die mir sonst in Zukunft bestimmt noch Probleme gemacht hätten. Jetzt hab ich erstmal noch nen erneuten Termin am nächsten Dienstag, dann muss ich mir nochmal die andere Gesichtshälfte lähmen lassen.
Naja, ich hätte heute so viel Spass bei meiner Ausbildung für die BR 628 haben können, aber Gott wollte es mir scheinbar nicht gönnen. Ich hau mich jetzt ins Bett und versuche den Schlaf nachzuholen den ich diese Nacht versäumt habe.
Eigentlich war mein neues Auto ja bereits unter Dach und Fach. Ein VW Polo III, Baujahr 1998, für knapp 2000 Euro. An dem Fahrzeug gab es absolut nichts zu bemängeln. Allerdings hat sich diese Woche der Verkäufer bei uns gemeldet und uns mitgeteilt, dass das Fahrzeug einen Getriebeschaden hat, den er bei der Fahrt in die Werkstatt, zum Aufziehen von Wintereifen, festgestellt hat. Nunja, da dies bereits das zweite mal ist, dass das Getriebe gewechselt werden müsste, ist dies einfach zu riskant. Somit ist dieses Fahrzeug für mich gestorben.
Immerhin ist es vorher aufgefallen, denn ein kompletter Getriebewechsel wäre im Nachhinein teuer für mich geworden, insofern ist es ganz gut, dass der Kauf noch nicht abgewickelt war.
Nichts desto trotz muss ich mich nun nach einem neuen Modell umschauen. Mein Vater und Ich haben uns dafür entschieden lieber ein Fahrzeug bei einem seriösen Autohaus zu beschaffen, welches noch eine Gebrauchtwagengarantie auf die wichtigsten Bauteile gibt.
Insbesondere aufgefallen ist uns da ein Renault Clio für 5.600 Euro. Dieser ist mit einem Kilometerstand von 60.000 und Baujahr 2006 rein preislich noch im Rahmen. Denn machen wir uns nichts vor, viel billiger wirds nicht, außer ich ich geh zu irgendwelchen Wald- und Wiesenhändlern, die mir aber persönlich zu unseriös sind.
Ist zwar für den Anfang etwas teuer, aber damit hab ich eventuell die Möglichkeit auch einige Jahre mit dem Wagen zurecht zu kommen, ohne ständig in der Werkstatt zu stehen.
So, eine neue Wohnung ist so gut wie in der Tasche. Nun wird über das nachgedacht, was in die Wohnung alles rein muss. Und da meine derzeitige Inneneinrichtung einen erneuten Transport wohl nicht übersteht, muss wohl oder übel eine komplett neue Inneneinrichtung her.
Knapp 28 m² stehen mir in der neuen Wohnung zur Verfügung. Die müssen so effizient wie möglich mit Möbeln bestückt werden. Durch die geringe Größe hält sich zumindest die Anzahl der Möbelstücke in Grenzen. Dennoch, wenn man alles zusammen rechnet kommt man locker inkl. Waschmaschine, neuem Bett, einer Anbauwand, einem Schreibtisch sowie einer neuen Couch auf mehr als 1000 Euro.
Damit nicht genug! Ein Auto muss her, da führt in Holzminden leider kein Weg dran vorbei. Zum einen brauch ich es für die Arbeit, und zum anderen muss man in einer solchen Region irgendwie flexibel bleiben. Ein entsprechendes Modell, ein VW Polo für knapp 2000 Euro, ist auch schon in Aussicht.
Da das ganze alles eher über den Daumen gepeilt ist, schätze ich am Ende mit Kosten um die 4000 Euro für meinen Umzug, und das alles nur aus Liebe für meinen Arbeitgeber. Die Frage ist allerdings, wo man das Geld am Anfang blos her nehmen soll. Schließlich habe ich noch nicht einmal Geld bekommen.
Zum Glück habe ich sehr nette Eltern und Verwandte die mir helfen wo sie können, auch wenn ich solche Hilfe nur ungern in Anspruch nehmen möchte, anders geht es leider nicht, zumindest im Moment.
Ich hoffe nur, dass auch alles so klappt, wie ich es mir erhoffe. Drückt mir die Daumen :-)
Was haben ALDI und billige Wohnungen gemeinsam? In erster Linie erstmal nichts. Wäre da nicht die ALDI Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG, welche mir in Holzminden eine nette kleine Single Wohnung in gut gepflegtem Zustand versprochen hat. Es kommt noch besser, die Wohnung ist sogar vollständig renoviert und dazu auch noch günstig. Das an einem solchen Angebot ein Haken dran sein muss war ja eigentlich klar, denn es klingt erstmal zu schön um wahr zu sein. Das erste mal hätte man ja eigentlich schon stutzig werden müssen, als dem Angebot kein einziges Bild beilag, aber die positiven Hoffnungen eine schöne neue Wohnung zu finden, machen den Menschen irgendwie blind für solche Details.
Also: Schnell Besichtigungstermin vereinbart, schon erste imaginäre Planungen für den Umzug gestrickt und dann ab voller Eifer zum zukünftigen Wohnobjekt.
Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt, doch hier war das definitiv nicht so. Allein der Anblick des Gebäudes von außen lies nichts gutes erahnen. Und genau so war es dann auch. Dreckiger Teppichboden, eine Küche versifft von oben bis unten, dreckige Heizkörper und ein Bad in dem mehr Schimmel als Fließenfuge zu Hause war.
Ich finde es ehrlich gesagt kriminell ein solches Angebot ins Internet zu stellen. Es entspricht absolut nicht der Beschreibung und kommt schon der arglistigen Täuschung gleich.
Immerhin weiß ich jetzt wie ein Teil des Milliardenvermögens der ALDI-Brüder entstanden ist: Mit fragwürdigen Immobilliengeschäften.
Morgen ist die nächste Besichtigung an der Reihe. Hoffentlich heißt es dann bald: "Neue Wohnung in Holzminden, ich komme!"


